Osterausflug ins Weserbergland 2024

Osterausflug ins Weserbergland 2024

Eschershausen, Kelchstein, Homburg, Amelungsborn, Bevern, Höxter, Holzminden, Polle, Hehlen, 1. April 2024

Für den Ostermontag hatten wir uns wieder eine besondere Tour vorgenommen. Die Tour war in zweifacher Hinsicht etwas Besonderes. Erstens besuchten wir Orte, an denen Karin (Blumenthal) 1952 während eines Schulausflugs war und zweitens, dass es diesen Tag nur geregnet hat. Unser erstes Ziel war die ehemalige Jugendherberge in Eschershausen. Diese Jugendherberge ist seit 1992 nicht mehr in Betrieb. Was aus dem Gebäude und dem großen Gelände wird, ist noch nicht klar. Als nächstes wollten wir den nicht weit entfernten Kelchstein besuchen. Bis zum nahen gelegenen Startpunkt, dem Parkplatz „Roter Fuchs“, haben wir es auch geschafft. Aufgrund des Regens ersparten wir uns aber die Wanderung dorthin. Weiter ging es zur Burgruine Homburg. Ausgangspunkt war das Waldpädagogischen Zentrum Weserbergland. Diesmal gaben wir nicht auf. Bei viel Regen und Matsch kämpften wir uns zur Burgruine. Dort ankommen, erkundeten wir die Anlage genossen den „herrlichen“ Ausblick – es war nebelig und wir sahen nichts von der Landschaft. Entschädigt wurden wir dann an der nächsten Station, dem Kloster Amelungsborn. Diese Anlage war sehenswert. Mittlerweile bis auf die Knochen nass, ging es dann zum Schloss Bevern. Auch hier versuchten wir die Motive aus dem Fotoalbum von Karin aus dem Jahr 1952, nach zu fotografieren. Was auch gelang. Höxter an der Weser war das nächste Ziel. Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt (natürlich hat es immer noch geregnet), um dann nach einem Schnappschuss in Holzminden, nach Polle zu gelangen. Auch hier konnten wir ein altes Foto nachstellen. In Polle gönnten wir uns zwei Fahrten mit der dortigen Gierseil-Fähre. Pro Fahrt zahlten wir 4,50 Euro an den dortigen Fährmann, der uns allerdings für etwas verrückt hielt, das wir uns die Fahrt bei diesem miesen Wetter antaten.

Zum Abschluss des Tages ging es dann nach Hehlen in die Schloßwirtschaft. Dies war ein echter Zufallstreffer. Unser Menü:

    • GERÖSTETE KARTOFFELSUPPE – Lila Karottenchip / Sauerrahm bzw. BÄRLAUCHCREMESUPPE – Käsecrouton

    • DAS OSTERLAMM – Rosa Heidschnuckenrücken mit Frühlingskräuterkruste / Lauch / Limonenseitlinge / Kartoffelriegel / Jus bzw. DAS WIENER – gebackenes Kalbsschnitzel / Kartoffel-Gurken-Specksalat / Zitrone / Preiselbeeren

    • BESCHWIPSTES EI – Eierlikör / Zartbitter Schokolade / Rahmeis

Das Restaurant ist eine Empfehlung wert. Bei schönen Wetter kann man auch auf der Terrasse sitzen und hat einen schönen Blick auf die Weser

Das war ein gelungener Osterausflug. Mal gucken, wo es 2025 hingehen wird.

Hier ist der Routenplan unsere Ostertour 2024:

Bilder aus dem Fotoalbum von Karin Blumenthal (geb. Siebert) zum Schulausflug 1952 in das Weserbergland (Album: Blumenthal-GK01-A01-038).

Anmerkungen:

Jugendherberge Eschershausen:

[Quelle: https://www.eschershausen.digital/stadtrundgang/station-03]

Station 3

Jugendherberge

Die Stadt Eschershausen hatte dem deutschen Herbergsverband ein Baugrundstück geschenkt, auf dem die „Jugend Europas“ für die „Jugend der Welt“ eine Jugendherberge baute. Die Grundsteinlegung erfolgte 1947. Am Bau der Jugendherberge beteiligten sich viele Jugendliche aus Europa, Dies war schon eine Besonderheit nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotz der Währungsreform 1948 konnte das Wirtschaftsgebäude bis „zum Eintritt des Winters unter Dach und Fach gebracht“ werden.

03-Jugendherberge

Im Jahre 1956 gab es 22.000 Übernachtungen in der Wilhelm-Raabe-Jugendherberge. Schulklassen und Wandergruppen kamen aus Bremen, Hamburg, Berlin-Friedenau, Hannover, Meppen, Uelzen, Wolfenbüttel, Göttingen, Peine, Hameln, Herzberg, Bergedorf, Hohenhameln, Watzum und Neustadt in Holstein. 1800 Personen nahmen teil an Wanderführungen teil sowie 1065 Personen an Vorträgen über die Geschichte der Stadt Eschershausen sowie Leben und Werke Wilhelm Raabes.

Seit 1992 waren mehrere andere Institutionen in dem Gebäude.

Kelchstein
[Quelle: <unbekannt>]

Hotel und Bergrestaurant „Zu den Ithwiesen“ – Bes. Hermann Becker – Postf.: Alfeld Leine-Land – Fernruf: Eschershausen 129

Burgruine Homburg (Stadtoldendorf)

[Quelle: https://www.wikiwand.com/de/Homburg_(Stadtoldendorf)] (Auszug)

Die Burg steht oberhalb bzw. nördlich von Stadtoldendorf im bis 406 m hohen Homburgwald auf dem Großen Homburg.

Die Burg war eine mächtige Anlage mit einer Vorburg und einer kleinen Hauptburg, wobei beide Teile über einen eigenen Bergfried verfügten. Die Gesamtanlage hatte eine Länge von 100 m bei durchschnittlich 30 m Breite. An der Burgstelle stand wahrscheinlich zuvor das castellum Wikanafeldisten, das in einer Grenzbeschreibung des Bistums Hildesheim Ende des 10. Jahrhunderts genannt wird und nach einem gleichlautenden sächsischen Untergau benannt wurde.

Siegfried IV. von Boyneburg aus dem Hause Northeim ließ die Burg errichten, um das Kloster Amelungsborn zu schützen. Seine Anlage stand in offensichtlicher Gegnerschaft zu der Burg des Grafen von Everstein in Polle. Nach Siegfrieds kinderlosem Tode kamen die Burg und ihre bereits gegen 200 Hufen umfassende Zubehörungen 1145 durch Kauf an Graf Hermann II. von Winzenburg, der die Homburg jedoch schon 1150 als Sühne für eine Mordtat seines Vaters dem Bistum Hildesheim zu Lehen aufzutragen gezwungen wurde. 1150 wird auch in einer Urkunde der dazugehörige Ort Oldendorp, das spätere Stadtoldendorf genannt. 1152, nach der Ermordung Graf Hermann II., ergriff der Herzog von Sachsen und Bayern Heinrich der Löwe in Wahrnehmung der von seiner Mutter Gertrud von Süpplingenburg überkommenen Northeimer Erbansprüche von ihr Besitz. Nach der Ächtung Heinrichs des Löwen 1180 fiel die Homburg erneut an das Hochstift Hildesheim. …

… Die Homburg ist im Besitz der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Der Förderverein Homburg-Ruine plante die Burgruine wieder herzurichten und begehbar zu machen. Die Arbeiten dazu mit der Wiederherstellung der Aussichtsplattform auf dem Bergfried erfolgen im Jahr 2023.

Kloster Amelungsborn

[Wiki: https://www.wikiwand.com/de/Kloster_Amelungsborn] (Auszug)

Das Kloster Amelungsborn (auch Amelunxborn) ist eine ehemalige Zisterzienser-Abtei am Südrande des Odfeldes bei Negenborn und Stadtoldendorf im Landkreis Holzminden östlich des Voglers an der B 64 in Südniedersachsen. Es ist nach dem Kloster Walkenried die älteste Gründung des Zisterzienserordens in Niedersachsen. Die Klosterkirche St. Marien ist zugleich Gemeindekirche der ehemaligen Klosterdörfer Negenborn und Holenberg. Kloster Amelungsborn ist Handlungsort des Romans Das Odfeld von Wilhelm Raabe…

… Im Jahr 1124 erreichten Mönche aus dem niederrheinischen Zisterzienserkloster Altenkamp das ihnen von Siegfried IV., dem letzten Grafen von Northeim-Boyneburg und Homburg, zu einer neuen Klostergründung gestiftete Gelände westlich des heutigen Stadtoldendorf.

 

Die „villa Amelungsborn“, die ihren Namen nach der im Klosterareal noch heute nachweisbaren Quelle, dem „Born“ (Brunnen) des Amelung trägt, gehörte zu den Erbgütern des Fürstengeschlechts. Am 5. Dezember 1129 wird das Kloster von Papst Honorius II. bestätigt, die Echtheit dieser Urkunde ist allerdings umstritten…

Bevern

[Wiki: https://www.wikiwand.com/de/Bevern_(Landkreis_Holzminden)] (Auszug)

… Bevern liegt im Weserbergland zwischen den Mittelgebirgs- und Höhenzügen Burgberg im Norden und Solling im Süden; nicht weit entfernt sind Vogler im Norden und Homburgwald im Nordosten. Es befindet sich etwa zwei Kilometer östlich der Einmündung des durch die Ortschaft fließenden Beverbachs in die Weser. Durch den Ort verläuft der Europaradweg R1…

Der Ort wurde erstmals in den Jahren 822/856 in Urkunden des Klosters Corvey erwähnt. 1501 wurde von Brun von Bevern aus dem Adelsgeschlecht derer von Bevern die erste Kirche erbaut. Der Kölner Erzbischof Hermann von Hessen konsekrierte die Kirche 1506. 1595 ließ Statius von Münchhausen die Kirche abreißen und durch einen Neubau ersetzen.

1603 bis 1612 ließ Statius von Münchhausen das Schloss Bevern im Stil der Weserrenaissance erbauen. Im Jahre 1703 wurde Bevern das Marktrecht verliehen.

1832/1833 wurde die Telegraphenstation 28 der königlich-preußischen optischen Telegraphenverbindung von Berlin nach Coblenz auf dem Burgberg errichtet. Reste dieser damals 14 m hohen Station mit Wohnhaus sind noch heute zu sehen. 1850 wurde die Station nach Inbetriebnahme der elektrischen Telegrafenlinie Berlin-Köln wieder aufgegeben…

Höxter

[Wiki: https://www.wikiwand.com/de/H%C3%B6xter] (Auszug)

Höxter ist eine Mittelstadt mit knapp 30.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen und Kreisstadt des Kreises Höxter, der zum Regierungsbezirk Detmold gehört…

Höxter ist Standort des ABC-Abwehrbataillon 7 und der Technischen Hochschule OWL.

Die Stadt liegt an der Weser im Zentrum des Weserberglands und wird zur Region Hochstift Paderborn gerechnet. Ihre historischen Ortsnamen sind Hoxer und Huxaria.

Das in Höxter liegende Kloster Corvey wurde im Juni 2014 von der UNESCO unter dem offiziellen Titel „Das karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ zum Weltkulturerbe ernannt und gehört seither zu den Welterbestätten in Deutschland. Im Jahr 822 wurde das Kloster mit Zustimmung Ludwigs des Frommen (778–840), eines Sohns Karls des Großen, als Benediktinerabtei gegründet. Sie war im frühen Mittelalter eines der bedeutenden Klöster in Europa. Im Jahr 1810 wurde sie sekularisiert. Die am linken Weserufer gelegene Anlage wurde insbesondere wegen ihres fast vollständig erhaltenen Westwerks ausgezeichnet…

Holzminden

[Wiki: https://www.wikiwand.com/de/Holzminden] (Auszug)

Holzminden ist eine Mittelstadt im südlichen Niedersachsen. Das Mittelzentrum ist die Kreisstadt des Landkreises Holzminden in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Sie beherbergt einen Campus der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen…

Die im Zentrum des Weserberglands an der Weser gelegene Mittelstadt wird als „Stadt der Düfte und Aromen“ beworben; Symrise und Stiebel Eltron sind die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt…

Erstmals erwähnt wurde Holzminden 832 in mehreren Corveyer Schenkungsregistern und Urkunden unter dem Namen Holtesmeni, Holtesmini, Holtesmynne. Nach Jacob Grimm bedeutet der Name soviel wie „Waldgeschmeide“, während Edward Schröder den zweiten Namensteil in seinem Werk „Deutsche Namenkunde“ von 1938 von einer alten germanischen Bezeichnung für einen Bach ableitet: menni = Bach. Hierbei wird aber nicht der Ort der heutigen Kreisstadt, sondern ursprünglich das 1922 eingemeindete Altendorf (1275 antiqua villa) bezeichnet, eine Siedlung am Hellweg, der hier die Weser überschritt.

… Neben der Siedlung Altendorf, die 1275 als antiqua villa und 1494 als Oldenholtesminne sowie Oldendorpe in den überlieferten Schriften erscheint, entstand vermutlich zwischen 1197 und 1202 als Markt- und Zollstädte der Grafen von Everstein die nova plantatio (neue Gründung), deren planmäßige Anlage im Grundriss noch deutlich erkennbar ist…

Polle

[Wiki: https://www.wikiwand.com/de/Polle] (Auszug)

Polle ist ein Flecken im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland) und gehört der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle an….

… Die erste urkundliche Erwähnung von Polle erfolgte im Jahre 1285. Der Ortsname beruht wahrscheinlich auf der Lage an einer Weserschleife, in die ein vorspringender Poll im Sinne von Kopf oder Spitze ragte. Darauf entstand die Burg Polle, welche im 18. Jahrhundert dem Verfall anheimfiel, mit einer Siedlung. 1407 wurde die Burg von den Brüdern Heinrich I. und Bernhard I. von Braunschweig erobert. Die Folge war, dass die in der Umgebung vorhandenen Besitzungen der Grafen von Everstein nicht in den Händen des Grafen Hermann von Lippe blieben, welcher sie vom letzten Grafen von Everstein erhalten hatte, sondern an das Haus Braunschweig fielen. Ein Vertrag, der die Besitzrechte festlegte, wurde 1409 in Polle abgeschlossen. Bei der welfischen Erbteilung von 1495 zwischen Heinrich dem Älteren und Erich I., in dem das Fürstentum Calenberg entstand, wurde Polle Teil desselben.

Als im Dreißigjährigen Krieg das von Feldherr Johann T’Serclaes von Tilly geführte Heer 1623 die Burg Polle belagerte und plünderte, erlitt auch Polle dabei Schaden. Im Siebenjährigen Krieg wurde Polle 1757 nach der Schlacht bei Hastenbeck von französischen Truppen geplündert. Bis Ende 2010 war Polle staatlich anerkannter Erholungsort….

[Archiv: 2024-04-01 Osterausflug ins Weserbergland 2024]

Dr. Glombik Andreas

Andreas wurde am 24.07.1961 in Bremen-Blumenthal geboren. Er studierte in Erlangen-Nürnberg, am Paul-Scherrer Institut (CH), am Rutherford Appleton Laboratory (Oxford, Didcot, UK). Heute arbeitet er als Unternehmensberater bei der macros Consulting Group. Mobil: +49 170 331 2221

This Post Has One Comment

  1. Hallo, liebe bemitleidenswerte bis auf die knochennassgewordene Kirchhorster,

    ja, ja, so ein Osterausflug kann es in sich haben. Schade, dass Ihr dermaßen mieses Wetter hattet. Ihr hattet wenigstens Jacken an, der arme kleine Rauhaardackel sieht klitschenass aus. Und hat dementsprechend bestimmt auch gemüffelt.

    Die Aufnahmen der Burgruine im Nebel sind gelungen. Sehen teilweise sogar etwas mystisch aus.

    Und „Hey Jungs“, etwas mehr Haltung bitte, als Ihr im Durchgang im Schloß Bevern? ein Foto nachgestellt habt. Nur ein kleiner Tipp am Rande, hättet Euch zu einem gemeinsamem Foto mit den beiden Frauenplastiken in der Fußgängerzone stellen sollen. Wäre noch witziger als das Originalfoto geworden.

    Der Anblick der Jugendherberge erinnert mich an meine Klassenfahrten. Durchgehangene Betten, schlechtes Essen, Gruppenduschen und lange Reihen von Waschbecken. Und trotzdem viel Spaß!

    Ist der BMW auf der Fähre Euer? Sieht sehr chic aus.

    Gab es in der Schloßwirtschaft etwas Leckers für Euch zu essen und trinken?

    Danke, dass ich virtuell an Eurem Osterausflug teilnehmen konnte. Ich schaue mir immer gerne Eure Bilder und die Texte dazu an. Allerdings bin ich froh, dass ich trocken zuhause im Hasenhöft vor dem Rechner sitze.

    Viele liebe Grüße,
    von Ulrike

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