Kirchhorst, 03. September
Basti und ich sind auf dem Weg zum Einkaufen. Wir fahren aus unserer Grundstückseinfahrt. Nach einigen Metern kommen wir an einem Sperrmüllcontainer (bei Honschas) vorbei. Aus dem Container gucken einige knall-orange Metallteile heraus. Mein Instinkt sagt mir, dass das doch nur zu einem Fahrrad oder Moped gehören kann. Auf dem Weg zurück vom Einkaufen untersuchen wir den Container genauer. Das kleine orange Teil entpuppt sich als ein Benelli Citybike (Baujahr ca. 1967). Ein Volltreffer (daneben war auch noch ein großer Schraubstock im Container). Schnell haben wir das kleine Fahrzeug aus dem Container gehievt. Basti hat es dann nach Hause geschoben.
Die Reifen wurden aufgepumpt, Kraftstoff nachgefüllt und dann die ersten Versuche, das alte Stück anzukicken. Ging natürlich erstmal nicht. Das Moped war „abgesoffen“. Das passende Werkzeuge hatte ich natürlich nicht parat. Also auf zu Hornbach und welches gekauft, damit wir die Zündkerze ausbauen konnten. Nach einer ordentlichen Reinigung der Zündkerze, haben wir diese wieder eingebaut. Ein oder zweimal auf den Kickstarter getreten und der Motor sprang an. Dicke Qualmwolken kamen aus dem kleinen Auspuff. Gesehen haben wir fast nichts mehr.
Da das Moped zusammenlegbar ist, haben wir es gut im Kofferraum verstauen können. Ab ging es aufs Land, da wo wir keinen mit den Rauchschwaden nerven konnten. Basti hat den Testfahrer gemacht. Nach etlichen Runden lief der Motor dann auch wieder fast qualmfrei.
Etliches war an dem Fahrzeug kaputt oder nicht richtig montiert. Das Fahrzeug gehörte wohl mal echten „Profis“. Die haben einige Sachen echt kaputt gebastelt. Die Schrauben waren schnell wieder festgezogen. Ersatzteile holten wir dann nach und nach bei der Firma Burian. Wie kann es auch anders sein, das einer der Benelli Spezialisten in der Nähe von uns sein „Headquarter“ hat. Wir besorgten einen neuen Scheinwerfer, eine Rückleuchte, ein Schutzblech für hinten, einen Reifen für das Hinterrad (irgend ein Spaßvogel hatte einen Schiebkarrenreifen montiert). Dazu kam noch ein neuer Deckel für das Polrad und eine Kopie der Allgemeinen Betriebserlaubnis.
Geschweißt werden musste auch an dem kleinen Teil. Die Halterung für das hintere Schutzblech war abgerissen. Nun passte wieder alles.
Am 24. Oktober haben wir uns dann ein Versicherungskennzeichen geholt. Jetzt konnten wir mit dem Moped auch auf die Strasse. Immerhin fährt das Gerät laut Hersteller 45 km/h. Diese Geschwindigkeit haben wir zu beginn allerdings nicht erreicht. Abwechselnd sind Sebastian, Hendrik und ich den Wirtschaftsweg hinter unserem Haus rauf und runter gefahren. Da der Tacho nicht lief, haben wir die Geschwindigkeit mit dem GPS gemessen. Von mal zu mal wurde das Bike schneller.
Basti musste natürlich das Citybike auch mit seinen Freunden im Garten testen. Der Rasen hat schon echt bessere Tage gehabt. Die Kerle haben doch das Grün fast umgepflügt.
[Archiv: 2011-09-04 Benelli Citybike]
Dr. Glombik Andreas
24 Juli 2012Das der Tacho nicht will, nervt. Nach einer kleinen Untersuchung der Tachoschnecke stellt sich heraus, das einige Meter Bindfaden die Schnecke blockiert. Etwas mühsam konnte ich sie wieder gangbar machen. Jetzt läuft der Tacho auch wieder. Mal gucken, was der Anzeigt. Vielleicht schon mehr als 45 km/h?