Im Kirchhorster Moor, 10. Januar 2009
Gegen 08:20 Uhr ging es los. Klaus, Ulis Bruder und ich hatten uns als Treiber bei Uli zum Jagen verdingt. Die Jäger hatten bereits ihre Ansitze erreicht, als wir los gingen. Auf einer fast 10.0km langen Strecken zogen wir durch das Unterholz und versuchten Reh-, Rotwild und Wildschweine aufzuscheuchen. Zum Glück war es relativ kalt und somit der Boden im Moor hart und trittfest. Auf unserem Marsch durch das Dickicht machten wir zwischendurch eine kleine Frühstückspause. Hin und wieder konnte man einen Schuss aus der Ferne hören. Wir hatten Warnwesten an, damit man uns nicht so leicht übersehen konnte. Gegen 12.00 Uhr hatten wir unseren Streifzug beendet. Am Streckenlegeplatz sammelt sich Treiber und Jäger. Es war eine durchaus erfolgreiche Jagd, wie man an der Strecke sehen konnte.
Unterschiede zu anderen Jagdarten [Quelle: WIKIPEDIA]
Drückjagd bedeutet, dass in der Regel mehrere Jäger, wenige Treiber und mehrere oder gar keine frei stöbernden Jagdhunde teilnehmen und die Jagd dem Schalenwild und oft auch zusätzlich dem Rotfuchs gilt. Durch die Treiber wird das Wild in den Einständen mobil gemacht und kommt den, an den Wechseln abgestellten Jägern meist relativ langsam nahe. Dadurch kann das Wild in der Regel gut angesprochen werden und, gemäß den Vorgaben des Jagdleiters, tierschutzgerecht erlegt werden. Im Gebirge wird die Drückjagd oft als Riegeljagd durchgeführt.
Ziel der Drückjagd ist, durch nur wenige Störungen im Jahr den vorgeschriebenen Schalenwildabschuss zu gewährleisten, dem Wild dauernde Störungen zu ersparen und den Wald vom Verbiss zu entlasten. Die Drückjagd sollte nicht mit der Treibjagd verwechselt werden. Bei einer Treibjagd wird, meist im Feld und im Gegensatz zur Drückjagd, auf Niederwild gejagt, wobei dort eine größere Anzahl von Treibern eingesetzt wird. Auch unterscheiden sich diese Jagdarten dadurch, dass bei der Drückjagd vornehmlich mit Büchsen und bei der Treibjagd fast ausschließlich mit Flinten gejagt wird.
Drückjagden finden im Winterhalbjahr und nur bei Tageslicht statt. Die Anzahl der Treiber und Hunde richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. So soll sichergestellt werden, dass im Verlauf der meist zweistündigen Jagd alle Dickungen auf der bejagten Waldfläche von Hunden durchstöbert werden. Aus hygienischen Gründen wird bei längeren Zeiten eine Aufbrechpause gemacht.
[Archiv: 2009-01-10 Jagd im Moor]