Zehntscheune Amedorf, Grosshorst Kirchhorst, 09.12.2006, 24.12.2006
Mit einer Firmeneinladung zum Tannenbaumschlagen und anschließender Weihnachtsfeier in der Zehntscheune in Amedorf, konnten wir uns auf das Weihnachtsfest 2006 einstimmen. Zu Heilig Abend bereiteten wir gemeinsam den Gänsebraten vor. Brosi half hier ordentlich mit. Für die Kinder gab es eine Menge an schönen Geschenken. Die Kinder ließen es sich nicht nehmen, den schönen Abend mit viel Quatsch zu umrahmen.
Anmerkung:
Quelle: https://www.ruebenberge.de/historisches/zehntscheune.html
Über die Zehntscheune in Neustadt am Rübenberge
Der Begriff „Zehnt“ bezeichnet eine etwa zehnprozentige traditionelle Steuer in Form von Geld, Naturalien oder Hand- und Spanndiensten an eine religiöse (z. B. Kirche) oder weltliche (König, Grundherr) Institution. Diese Abgaben gab es seit biblischen Zeiten und war bis ins 19. Jh. üblich. Die abzuliefernden Naturalien, Getreide, Vieh usw. wurden allgemein in Zehntscheunen gesammelt. Später konnten die Verpflichtungen gegen die Grundherren abgelöst werden, sie wurden aufgehoben oder durch andere Steuerregelungen ersetzt. (z. Z. zitiert aus Wikipedia)
Unter der Zehntordnung hatten die Ackerbürger sehr zu leiden. Es durfte keine Garbe eingefahren werden, bevor nicht der Zehntvoigt das betreffende Landstück „ausgezehntet“ und das ihm zustehende in die Zehntscheune gefahren hatte. Noch schlimmer war die Bestimmung der Zehntordnung, dass auf zehntpflichtigem Land nur „Zehntfrüchte“ angebaut werden durften, nämlich Roggen, Hafer,Gerste, Weizen. Kartoffeln und Gemüse waren nicht zehntpflichtig, die Berechnung einer entsprechenden Entschädigungssumme für das entganngene Zehntkorn führte immer zu Schwierigkeiten mit dem Grundherren (Nach Winkel, S. 344 ff)
Auch in Neustadt existierte bis 1979 eine Zehntscheune, die ursprünglich dem Herzogtum Calenberg und seinen Nachfolgern als Grundherren direkt unterstand. Sie stand im Stadtkern von Neustadt a. Rbge. in der Nähe des Schlosses zwischen der Kirche und der Jugendarrestanstalt. In der Länge reichte sie von der Schlossstrasse bis zur (damaligen) Schulstrasse, der heutigen Strasse „An der Liebfrauen-kirche“. Sie stand direkt neben der ehemaligen Schule, auch bekannt als „Haus Poppe“ oder, heute, „Storchenhaus“. Sie soll seit dem 14.-15. Jahrhundert bestanden und besonders als Getreidelager gedient haben. 1979 musste das Baudenkmal dem Neubau der Herzog- Erich- Allee weichen und wurde abgerissen. Heinz Wiegmann aus Luttmersen erwarb den Bau und richtete ihn in ähnlicher Form im Neustädter Ortsteil Amedorf an der ehemaligen Ziegelei wieder auf. Dort dient sie heute als „Eventscheune“.
[Archiv: 2006-12-09 Weihnachten in Kirchhorst]
