ZDF Hallo Deutschland Witwer 2002
ZDF Hallo Deutschland Witwer 2002

ZDF Hallo Deutschland Witwer 2002

Kirchhorst, 10. Dezember 2002

Am 10. Dezember 2002 hat das ZDF erneut einen Beitrag im Rahmen der Sendung „Hallo Deutschland“, an dem wir auch beteiligt waren, veröffentlicht. Einige Zeit vorher ist ein Filmteam vom ZDF zu uns gekommen und hat unseren Beitrag zu dieser Berichterstattung aufgenommen. Der Kontakt ist damals über die Community „verwitwet.de“ entstanden. Schon früh am Morgen ist ein Filmteam von drei Personen zu uns gekommen (genaues Datum nicht mehr bekannt, evtl. im August oder September 2002). Das Team hatte klare Vorstellungen was sie haben wollten. Mal mussten wir irgendwo sitzen, stehen, reden oder spielen. Den ganzen Tag über war ein ziemliches Gewusel im Haus. Auch Spazierengehen mussten wir. Mal mit Händchen halten und mal ohne. Irgendwann gegen Mitternacht und ordentlich Pizza ist die Film-Crew dann wieder abgehauen. Das war schon ein echt spannender Tag. Bei der Erstausstrahlung irgendwann im Spätsommer rief mich dann auch spontan unser Nachbar Christian aus dem Auto an, der gerade den Bericht im Fernsehen schaute.

Quelle ZDF Hallo Deutschland (Manuela Andrich, 10.12.2002, heute):

„Wenn Witwer wieder heiraten …

Nach dem Verlust des Partners sind Männer oft schneller zu einer neuen Ehe bereit als Frauen. Während laut Statistik verwitwete Frauen im Schnitt 15 Jahre lang allein bleiben, sind Männer häufig schon nach relativ kurzer Zeit in der Lage, sich wieder auf eine neue Partnerin einzulassen. Prominente Beispiele sind der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog und Ex-Beatle Paul McCartney. Paul McCartney and Ehefrau Heather Roman Herzog hat bereits ein Jahr nach dem Krebstod seiner Frau Christiane wieder geheiratet. Paul McCartney wartete vier Jahre, bevor er nach dem Verlust seiner großen Liebe Linda seine neue Partnerin Heather Mills ehelichte. Bei Freunden und Verwandten stößt die „allzu schnelle“ Heirat häufig auf Unverständnis und Ablehnung – sie wird als unmoralisch empfunden.

 

Zitat: „Einen Verlust als Realität zu erkennen und anzuerkennen, gelingt Männern häufig früher als Frauen.“ Christian Döpke

Männer trauern anders als Frauen. Doch warum können Männer oft so schnell wieder eine neue Beziehung eingehen? Vor allem, wenn sie mit der Verstorbenen über Jahrzehnte eine große Liebe verband. Der Psychotherapeut Christian Döpke weiß, dass Männer anders trauern als Frauen: „Einen Verlust als Realität zu erkennen und anzuerkennen, gelingt Männern häufig früher als Frauen. Das führt dazu, dass Männer eher ins Leben zurückkehren.“ Die Psychologin Anna Schoch ergänzt, dass es oft gerade die Überlebenden aus glücklichen Ehen seien, die leichter in eine neue Beziehung finden. Auch wenn die neue Partnerin der Familie schon länger bekannt ist, sie womöglich sogar ein gutes Verhältnis zur Verstorbenen hatte, stehen die Sterne für ein neues Glück günstig.

Andreas Glombik hat bereits drei Monate nach dem Tod seiner Ehefrau Birgit wieder geheiratet. Er hat seine neue Partnerin Janine Duvenbeck, ebenfalls verwitwet, über das Internet (www.verwitwet.de) kennen gelernt. Die große Leere nach dem Verlust seiner Frau und die Sorge um die beiden Söhne hatten den 40-Jährigen zu diesem Schritt veranlasst.

Zitat: „Zu einer vollständigen Familie gehören Mutter und Vater.“ Andreas Glombik

„Zu einer vollständigen Familie gehören Mutter und Vater“, sagt er, „das wollte ich für die Kinder schnell erreichen und für mich natürlich, damit ich diese Einsamkeit überwinde.“ Und er fügt hinzu: „Ich habe mich mit meiner verstorbenen Frau im Krankenhaus unterhalten, was sein wird, wenn sie tot ist. Die Lösung, die wir gefunden haben, war, dass ich so schnell wie möglich wieder ein gutes und schönes Umfeld für die Kinder und mich finden sollte.“ www.verwitwet.de Das Einverständnis des verstorbenen Partners wirkt förderlich, wenn der Überlebende wieder eine neue Beziehung eingeht, das schlechte Gewissen bleibt aus. Sowohl Andreas Glombik als auch Janine Duvenbeck wissen, dass keiner von beiden die Trauer des anderen verdrängen kann. Und vielleicht ist das Paar gerade deswegen bereit, dem Glück eine neue Chance zu geben.“

[Archiv: 2002-12-10 ZDF Hallo Deutschland Witwer]

Dr. Glombik Andreas

Andreas wurde am 24.07.1961 in Bremen-Blumenthal geboren. Er studierte in Erlangen-Nürnberg, am Paul-Scherrer Institut (CH), am Rutherford Appleton Laboratory (Oxford, Didcot, UK). Heute arbeitet er als Unternehmensberater bei der macros Consulting Group. Mobil: +49 170 331 2221

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