Bremen, Neuenburg, Wiesmoor und Bad Zwischenahn, 09. April 2023
Für den Ostersonntag hatten wir uns etwas Besonderes vorgenommen. Unser Ziel war das Schloss Neuenburg (Zetel). Warum Schloss Neuenburg? Oma Karin (Blumenthal) hat in der Zeit von ca. April 1954 bis ca. April 1955 auf Schloss Neuenburg eine Ausbildung auf der Landfrauenschule absolviert. Die Schule war in der Zeit von 1946 bis 1960 auf dem Schloss beheimatet. Hierzu gibt es ein ganzes Fotoalbum von Karin. Auszüge aus dem Album zeige ich Euch unten in dem Artikel angehängt. In dem Album gibt es viele Bilder von den Aktivitäten der Landfrauen-Schülerinnen auf dem Schloss, in der Umgebung und in Wiesmoor. Viele alte Bilder laden zum Schmunzeln ein. Unsere Idee war es, einige Orte aufzusuchen und Fotos nachzustellen.
Wir starteten unseren Ausflug mit einem ausgiebigen Brunch im Parkhotel Bremen. Dort wurden wir mit vielen Köstlichkeiten versorgt. Nach einem kleinen Rundgang um die Parkanlage des Hotels machten wir uns auf den Weg zum Schloss Neuenburg, dass etwa eine Stunde entfernt lag. Das Gelände des Schlosses und die angrenzenden Gebäude erkundeten wir ausgiebig. Einige Stellen der alten Fotos konnten wir auch wieder entdecken.
Als nächstes fuhren wir nach Wiesmoor in das dortige Torf- und Siedlungsmuseum. Eines der Fotos von Karin ist hier entstanden (das ist ein Foto auf dem Karin oben auf einem großen Tonfass? sitzt). Viele kleine alte Häuser waren liebevoll hergerichtet und eingerichtet.
Zum Abschluss des Tages ging es dann noch nach Bad Zwischenahn. Im Fährkroog (Dreibergen) am Zwischenahner Meer ließen wir es uns dann noch mal gut gehen. Es gab Matjes und Krabben (Granat) mit Bratkartoffeln zu essen.
Auf der Rückfahrt nach Hause setzten wir Basti noch in Hannover ab, um dann gegen 21.30 Uhr wieder in der Moorstraße zu laden.
Das war ein gelungener Osterausflug. Mal gucken, wo es 2024 hingehen wird.
Bilder aus dem Fotoalbum von Karin Blumenthal (geb. Siebert) aus der Zeit von 1954 bis 1955 auf der Landfrauenschule Schloss Neuenburg (Zetel) (Album: Blumenthal-GK01-A01-030).
Anmerkung:
- Die alten Fotos von Karin habe ich nachkoloriert. Im Original sind das schwarz-weiß Bilder.
- Bild von Karin in Wiesmoor – der genaue Ort ist aber nicht bekannt. Ob das Bild auf dem Gelände des heutigen Museums und damaligen Gärtnerei entstanden ist, ist nur ein Vermutung von mir.
- Seppel hatte sich mit einem kleines Fuchs (ausgestopft) in dem Schulgebäude des Torf- und Siedlungsmuseum „angefreundet“. Ich glaube den Fuchs hätte er gerne mitgenommen 🙂
[Quelle: Wikipedia]
Schloss Neuenburg (Zetel)
Im Jahre 1462 ließ Graf Gerd zu Oldenburg als Gegengewicht zur ostfriesischen Friedeburg vermutlich eine aus Steinhaus, Wall und Graben bestehende Turmburg (Nige Borg) als Trutzburg gegen die Ostfriesen erbauen. Die noch im Bau befindliche Burg wurde von den Friesen zerstört, aber bis 1466 stärker wieder aufgebaut. Bei der Grundsteinlegung soll er gerufen haben: „Dat de Fresen de Bammel slae!“ („Den Friesen soll angst und bange werden!“)
Matthäus Merian fertigte um das Jahr 1640 von Schloss Neuenburg einen Kupferstich an, der den Titel „Nieuburg oldenburgisch“ trägt. Er zeigt die bastionierte, festungsartige Schlossanlage mit Wassergraben. Von der Festung sind unter Schutthügeln drei Eckbastionen erhalten.
Zwischen 1570 und 1582 wurde die Burg zu einer Festung mit repräsentativen Wohnschloss umgebaut, das als Sommerresidenz und Jagdschloss genutzt wurde. Nach dem Tode des Grafen Anton Günther von Oldenburg im Jahr 1667 diente das Schloss seiner Frau als Residenz und Witwensitz. Die heutige Dreiflügelanlage stammt in weiten Teilen aus den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts. Noch 1715 wurden Um- und Neubauten ausgeführt, nachdem ältere Bauteile eingestürzt waren. 1736 wurden die Nebengebäude und das obere Geschoss des Schlosses abgebrochen. 1757 wurde der Wall abgetragen.
Nach dem Umbau Ende des 17. Jahrhunderts wurden auf dem Schloss in einem eigenen Gestüt die bekannten Oldenburger Pferde gezüchtet. Später befand sich im Obergeschoss die Wohnung des Landvogts, in der unter anderem auch der Dichter Friedrich Leopold Graf zu Stolberg in seiner Eigenschaft als Landvogt wohnte. Die folgenden Institutionen beherbergte das Schloss seit 1700:
1700–1858: Landgericht (Drosteigericht)
1856: Ackerbauschule
1879: Landwirtschaftsschule
1906–1921: Lehrerinnenseminar
1921: Haushaltungsschule
1940 Reservelazarett
1946–1960: Landfrauenschule
1965: Dorfgemeinschaftshaus
Heute befinden sich im Schloss ein vogelkundliches Museum, die Schlosskapelle der evangelisch-lutherischen Gemeinde sowie der Trausaal, der zugleich der Sitzungssaal des Zeteler Gemeinderates ist. Weiterhin befindet sich in den Räumlichkeiten der „Kindergarten im Schloss“, einer von vier Kindergärten in Zetel.
[Quelle: Wikipedia]
Das Torf- und Siedlungsmuseum ist ein Heimatmuseum und Moormuseum in Wiesmoor im niedersächsischen Landkreis Aurich.
Es bietet seinen Besuchern Einblicke in das harte Leben und Arbeiten der ersten Wiesmoorer Siedler in der Zeit der Moorkolonisierung ab 1780 bis zur Zeit der Urbarmachung ab 1906. Das Museum besteht aus mehreren originalen, wiederaufgebauten Gebäuden. Dazu gehört unter anderem auch eine historische Dorfschule, eine Schmiede und ein Kolonistenhaus, das die Zeit um 1900 widerspiegelt. Mit dem Nachbau dieses Kolonistenhauses im Jahr 1988 erfolgte die Gründung des Museums. In einem weiteren Kolonistenhaus befindet sich das Trauzimmer. Das 2011 fertiggestellte Eingangsgebäude beherbergt eine Dorfgaststätte und einen Kolonialwarenladen.
Das Museum, das von April bis Oktober besucht werden kann, bietet auch Mitmach-Aktionen an: So können Besucher selbst beim Brotbacken im Backhaus mithelfen, sich im Trauzimmer trauen lassen oder eine Tasse Ostfriesentee trinken. Zudem können die unterschiedlichen großen Torfabbaumaschinen und Torfschiffe auf dem Gelände besichtigt werden. Die vorführbaren historischen Techniken, Geräte und Maschinen werden ständig erweitert.
Von der Blumenhalle Wiesmoor führt eine Mooreisenbahn zum Museum.
[Archiv:2023-04-09 Osterausflug zum Schloss Neuenburg]